Internationaler Tag des Jazz – 30.4. im Pastis

Seit 2011 ruft die UNESCO jährlich wiederkehrend den 30. April zum Internationalen Tag des Jazz aus. Gastgeber-Stadt ist in diesem Jahr die marokkanische Stadt Tanger; außerdem finden überall auf der Welt Konzerte statt, die auf den Jazztag Bezug nehmen.

Die Tuesday Night Band ist dabei, und spielt (turnusgemäß) ab 20 Uhr im Pastis. 

Im November 2011 erklärte die Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur (UNESCO) den 30. April offiziell zum Internationalen Jazztag, um den Jazz und seine diplomatische Rolle, Menschen in allen Teilen der Welt zu vereinen, hervorzuheben. Den Vorsitz und die Leitung des Internationalen Jazztages haben die UNESCO-Generaldirektorin Audrey Azoulay und der legendäre Jazzpianist und Komponist Herbie Hancock, der als UNESCO-Botschafter für den interkulturellen Dialog und Vorsitzender des Herbie Hancock Institute of Jazz fungiert. Das Institut ist die gemeinnützige Organisation, die mit der Planung, Förderung und Durchführung dieser jährlichen Feier beauftragt ist.

„Die Ernennung von Tanger ist das erste Mal, dass eine Stadt auf dem afrikanischen Kontinent den Internationalen Jazztag, die weltweit größte und bedeutendste Feier des Jazz, ausrichtet“, sagte Audrey Azoulay, Generaldirektorin der UNESCO.

Die viertägige Veranstaltung (27. bis 30. April), die in Zusammenarbeit mit dem marokkanischen Kulturministerium und der Stadt Tanger organisiert wird, soll das Jazz-Erbe der Stadt hervorheben und die kulturellen und künstlerischen Verbindungen zwischen den Menschen in Marokko, Europa und Afrika betonen. Eine Reihe von Bildungsprogrammen umfasst Veranstaltungen für Schüler aller Altersgruppen, eine spezielle Präsentation, die die Bedeutung der marokkanischen Gnawa-Musik und ihre Verbindung zum Jazz aufzeigt, sowie Gespräche über die Geschichte des Jazz und seine Auswirkungen auf Tanger, um nur einige zu nennen. Das abschließende All-Star Global Concert im wunderschönen neuen Palast für Kunst und Kultur von Tanger – einem architektonischen Meisterwerk – wird über YouTube, Facebook, JazzDay.com, die Vereinten Nationen und die UNESCO an Millionen von Zuschauern weltweit übertragen.

 

Tuesday Night Jam am 30.1.2024: das Blockflöten-Special

Hessen bekommt in 2024 eine neue Landesregierung. Im Koalitionsvertrag von CDU und SPD wurde vereinbart, dass in Zukunft alle Grundschüler Blockflöte lernen müssen (die Hessenschau berichtete).

Nun kann die Blockflöte ja durchaus als der Rosenkohl unter den Musikinstrumenten gelten: Manche mögen sie – aber viele triggert es bereits, wenn auch nur ihr Name erwähnt wird. Die geplante Zwangsunterweisung an den hessischen Grundschulen wird da sicher auch in Zukunft ihren Teil zu beitragen. Dabei hätte beispielsweise mit der Ukulele durchaus eine vielseitigere und nervenschonendere Alternative für den Instrumentalunterricht an Grundschulen bereit gestanden.

Dennoch wollen wir Jazzmusikerinnen und -musiker diesen eher rückwärtsgewandten Ansatz pädagogisch begleiten und versuchen, ihn in eine fortschrittliche Richtung lenken. Wer sagt denn, dass man auf der Blockflöte nur traditionelles Liedgut trällern kann?

Bei unserer nächsten Jazz Jam Session im Pastis wollen wir deswegen auch mal die Blockflöte zu Gehör bringen. Und zwar ganz sicher anders, als es unser Publikum aus der eigenen Schulzeit in Erinnerung hat. Nichts gegen „Hänschen klein“, aber wir spielen halt lieber Jazz. Und die ganze Klasse alle, die ihre Blockflöten mitbringen, dürfen mitmachen. Ein niedrigschwelliges und notenfreies (!) pädagogisches Angebot als Akt der solidarischen Erwachsenenbildung. 

Pressespiegel

Das Porträt von Corinna Danzer, das Detlef Kinsler in der November-Ausgabe des Journal Frankfurt veröffentlicht hat, ist mittlerweile auch  online lesbar.

Nach der Preisverleihung führte Rosemarie Tuchelt auf hr2 ein Live-Interview mit Corinna. Es ist als Podcast noch einige Tage in der Mediathek des Hessischen Rundfunks zu finden.

Bilder von der Preisverleihung sind auf der Website der Jazz-Initiative Frankfurt zu finden.

Tuesday Night Band – Sommerpause!

Da wesentliche Akteure der Tuesday Night Band im Juli und August im Urlaub weilen, pausiert die regelmäßige Jam Session der Tuesday Night Band im Sommer. Im September geht es dann wieder weiter mit unserer kleinen Friedberger Jazz-Reihe (jeder letzter Dienstag im Monat)!
Bis dahin!

 

 

 

Hessischer Jazzpreis 2023 für Corinna Danzer

Corinna Danzer (Foto: Katrin Schander)

In Friedberg lebende Musikerin wird auch als Jazz-Vermittlerin geehrt

Die Frankfurter Saxofonistin Corinna Danzer erhält den Hessischen Jazzpreis des Jahres 2023. Das gab Kunst- und Kulturministerin Angela Dorn heute in Wiesbaden bekannt. Die 1962 geborene Musikerin spielt unter anderem mit ihrem eigenen Corinna Danzer/Martin Lejeune-Quartett, mit ihrem Mann, dem Bassisten Jonas Lohse, in der Band Jonas and his Jivin’ Five, in Wilson de Oliveiras Frankfurt Jazz BigBand und im Projekt Harlem am Main, das die Frankfurter Swing-Geschichte lebendig werden lässt. Auch mit internationalen Bands wie dem United Women’s Orchestra, der Polish-German Jazz Connection und der hr Big Band ist sie aufgetreten. Neben ihrer Karriere als Instrumentalistin setzt sie sich besonders für die Vermittlung ihrer Kunstform ein.

Vielseitige Musikerin
„Corinna Danzer ist eine vielseitige Musikerin, ihr Saxofonspiel zeugt von technischer Versiertheit und großer Sensibilität. Mit ihrer Spielfreude fasziniert sie nicht nur die Zuhörenden, sondern schafft es auch immer wieder, die Perspektiven von Musikerinnen und Musikern, Studierenden, Kindern und deren Musiklehrerinnen und -lehrern zusammenzubringen – bei stets hoher musikalischer Qualität und künstlerischem Anspruch“, erklärt Kunst- und Kulturministerin Angela Dorn. „Die in Friedberg lebende Saxofonistin ist Jazzmusikerin und Musikvermittlerin mit gleicher Hingabe. Eine leidenschaftliche Pädagogin aus dem Herzen Europas und zugleich begeisternde Botschafterin der afroamerikanischen Musikgeschichte. Corinna Danzer verdient den Hessischen Jazzpreis auch stellvertretend für alle jazzpädagogisch tätigen Menschen in Hessen. Ich gratuliere Corinna Danzer sehr herzlich.“

Die Saxofonistin Corinna Danzer erwarb 1991 an der Amsterdamer Hochschule der Künste ihren Abschluss und zog kurz darauf nach Frankfurt. Hier erhielt sie noch im selben Jahr das erste Jazz-Arbeitsstipendium der Stadt. Seitdem spielte sie mit Musikern wie Emil Mangelsdorff, Vitold Rek, Marcus Becker, Adrian Mears, Norbert Scholly, Thomas Cremer, Anke Helfrich, Martin Lejeune und anderen. Mit der Big Band des Hessischen Rundfunks wirkte sie an Funk- und TV-Produktionen etwa mit Toots Thielemans, Benny Golson, Kenny Burrell, Ernie Watts und Ingrid Jensen mit.

In der Begründung der Hessischen Jazzjury heißt es: „Heute ist Corinna Danzer in vielerlei Hinsicht so etwas wie die Stimme und das Gesicht der freien Jazzpädagogik in Frankfurt. Ihrer Hinwendung zur ,Bühne für die Kleinen‘ Anfang der 2000er Jahre folgte keine vollständige Abwendung von der Bühne für die Großen. Doch häufiger als mit renommierten Kolleginnen und Kollegen sieht man sie inzwischen in den Schulen der Mainmetropole und des hessischen Umlandes mit ihren außergewöhnlichen musikpädagogischen Projekten. Mit ihrer von großer Empathie genährten Nahbarkeit, ihrer Authentizität und Unverstelltheit gelingt es ihr mit Leichtigkeit, das Herz der jüngsten Fans für den Jazz und das Erlebnis Musik zu öffnen.“

Corinna Danzer arbeitete unter anderem im Projekt Primacanta der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst (HfMDK) Frankfurt und der Crespo Foundation in der Lehrerfortbildung mit und war Dozentin des Projektseminars „Jump into Jazz: Jazz in der Grundschule“, eine Kooperation der HfMDK und der Alten Oper Frankfurt. Aktuell ist sie ist im Frankfurter Jazzvermittlungs-Projekt „Jazz und Improvisierte Musik in die Schule!“ tätig und engagiert sich bei der Deutschen Jazzunion.

Das Preisträgerkonzert findet beim Hessischen Jazzpodium in der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt statt. Ein Termin steht noch nicht fest.

Den Hessischen Jazzpreis hat die Landesregierung 1990 zur Förderung und Entwicklung der Jazzmusik und der Jazz-Musiker in Hessen gestiftet, er ist mit 10.000 Euro dotiert. Der Preis soll Musikerinnen und Musiker, Ensembles oder dem Jazz verbundene Persönlichkeiten für ihre musikalischen Leistungen oder für besondere Verdienste um die Entwicklung der hessischen Jazzszene auszeichnen. Über die Vergabe entscheidet eine unabhängige Jury.

Quelle: https://wissenschaft.hessen.de/presse/hessischer-jazzpreis-2023-geht-an-die-frankfurter-saxofonistin-corinna-danzer

Retour chez Nounou / au Pastis

Seit November 2022 sind wir mit Tuesday Night Jazz wieder ins Pastis (Haagstraße, Friedberg) zurückgekehrt. Die nächsten Termine sind der 28. Februar und 28. März, jeweils um 20 Uhr.

Einer Anregung aus dem Kulturrat Friedberg folgend soll unser Jazz-Termin auch dazu genutzt werden, die Kulturszene Friedbergs besser zu vernetzen. Der „Kulturrat-Stammtisch“ soll ganz informell Gelegenheit zum Austausch zwischen den Bereich Kultur aktiven Friedberger geben, über die Genres und Sparten hinweg. Website und Kontakt: Kulturrat Friedberg